Der Masterplan sieht begrünte Dächer und Außenanlagen vor. Gregor Grassl, Associate Partner bei Drees & Sommer, erläutert: „Kies- oder Bitumendächer heizen sich im Sommer auf bis zu 40 bis 55 Grad auf. Gründächer haben dagegen das Potenzial, die Oberflächentemperatur um bis zu 25 Grad zu senken.“ Das wirke sich positiv auf das Klima der näheren Umgebung sowie die Artenvielfalt aus. „Als grüne Lunge produzieren die Pflanzendächer außerdem Sauerstoff und filtern Schadstoffe", sagt Grassl. Die Bestandsbäume werden je nach Zustand erhalten, ergänzt oder ersetzt.
Die Planer richten einen Mobility-Hub an der Hauptzufahrt ein. Nur Lieferfahrzeuge dürfen künftig noch auf das Gelände fahren. Die Universität stellt Roller und Fahrräder bereit und richtet Fahrradstellplätze an allen Gebäuden ein. Die Planung integriert bestehende Strukturen in neue Konzepte. Für Neubauten kommen regionale, wiederverwendbare und recycelbare Materialien zum Einsatz.
Das Wassermanagement folgt dem Schwammstadt-Prinzip mit Retentionsflächen für Regenwasser. Die Flächen ermöglichen Versickerung, Verdunstung oder Rückhaltung des Wassers. Dies mindert Überschwemmungsrisiken und unterstützt die Bewässerung der Pflanzen. Den Masterplan entwickelten die Stuttgarter Büros h4a Gessert + Randecker Architekten, Glück Landschaftsarchitektur und Brenner Plan gemeinsam mit Drees & Sommer.